Gesprächsthema Winter
Gut das ich mich gestern bevorratet habe, so muss ich nicht aus dem Haus und habe Zeit mein Büro aufzuräumen, obwohl ich mein Laptop auf dem Esszimmertisch stehen habe, der Ofen ist an und spendet gemütliche Wärme, Draußen Glatteis ,Schneeregen, frostig mit leichtem Ostwind. Als gebürtige Ostfriesin bin ich Wind und Wetter gewohnt und nicht so empfindlich.Ich fand einen Text von mir, den ich schon vor ein paar Jahren geschrieben habe und ihn Euch zum Lesen hierlasse. Nun im älteren Semester bin ich für Kälte empfindlicher und mag es auch am warmen Ofen sehr.
Mo mag es auch warmWinter in meiner Kinderzeit
Im Winter erfasst mich in der heutigen Zeit manchmal eine Melancholie.
Ich erinnere mich an die Winter in meiner Kinderzeit. Da gab es bei uns in Ostfriesland noch lange Winter mit viel Schnee, wochenlang Kälte und Frost.
Zur Schule musste ich vier Kilometer laufen. Wenn es geschneit hatte, versanken wir ja je nach Grösse bis zur Hüfte im Schnee, und kamen manches mal nass in der Schule an.
Im Garten bauten wir Schneemänner die Wochen hielten ohne zu tauen. Schön war es wenn wir Iglos aus großen Schneerollen bauten, sie mit einem Dach aus Brettern bedeckten.Drinnen war es richtig warm. Glück hatten wir, das sie nicht zusammenbrachen, so wären wir im Schnee erstickt.
Wenn es nicht schneite war der Frost so stark das Gräben und überschwemmte Wiesen eine Eisfläche boten zum Schlittschuhlaufen und Schlittern . Das nicht alle Schlittschuhe hatten und wir sie mit den Geschwistern teilen mussten, wurde auf Schuhen geschlittert.Die Kinder verabredeten sich, Eisrutschen war angesagt. Je mehr geruscht wurde, desto glatter wurde die Eisfläche. Unsere Mutter wurde sauer, wenn die Sohle dünner wurde an den Schuhen. Der Frost hielt oft 2 Monate an.
Im Winter war es auch immer gemütlich bei uns.In der Wohnküche stand ein Ofen mit Ringen, der mit Torf beheizt wurde, später mit Kohle und Brikett. Darauf wurde gekocht und der Teekessel stand mit heißem Wasser für den Ostfriesentee bereit.
Alles spielte sich in der Wohnküche ab am warmen Ofen, und die Familie rückte eng zusammen.
Die Wohnstube wurde nur beheizt am Wochenende und wenn Besuch kam. Es wurden viele Gesellschaftsspiele auf dem Küchentisch gespielt, denn einen Ferseher gab es erst bei uns 1960. Dann schaute ich mir am Sonntag die Mumienfamilie in schwarz-weiß an.
Wir waren als kleine Kinder bei Wind und Wetter, Sommer und Winter draussen zum Spielen. Erkältungen gab es wenig, wir waren abgehärtet. Vorbeugend gab es heisse Milch mit Honig. Je älter ich wurde desto kürzer und Wärmer wurden die Winter. Wir sehen es heute, der Klimawandel ist schon lange da. Heute sehen die Kinder bei uns noch selten hohen Schnee und sie müssen in die Berge in Winterurlaub um auch Schlitten zu fahren. Mit Glück schneit es 10 cm, manchmal auch etwas mehr, damit sie einen Schneemann bauen können. Das hält aber immer nur ein paar Tage und es beginnt zu tauen.
Entweder ist der Winter im Norden frostig und kalt oder es regnet und ist sehr ungemütlich. Dieser Winter ist anders. So liebe ich meinen Kachelofen besonders und denke an die Winter in der Kinderzeit.
Statt Fotos mal eine kleine Geschichte, ich kann mir denken das viele Bloggerinnen ähnliches erzählen können, jedenfalls ab einem bestimmten Alter, mehr oder weniger.
Wochenmitte, mal schaun was noch kommt, ich muss nicht raus, bleibe zu Haus. Wintergruss für den Rest der Woche, Eure Klärchen
Nun noch den Himmel für die Galleria Himmelsblick https://galeria-himmelsblick.blogspot.com/



Ach Klärchen das war eine wundervolle Erinnerung von früher, es war wie wenn ich es bildlich vor mich sehe alles!
AntwortenLöschenDanke dafür und deine tollen Fotos!
Hab eine schöne Restwoche!
Lieben Gruss Elke
Liebes Klärchen,
AntwortenLöschenja so ähnlich sind meine Kindheitserinnerungen an die Winter damals auch.Bin ja im ländlichem Voralpenland aufgewachsen, die Schneemassen waren riesig und die Winter dauerten extrem lang, In den Sechzigern kam die Schneefräse erst spät bis auf unsere Straße, oft versuchten die großen Kinder den Weg in die Schule vorraus zu gehen und wir Kleinen folgten.Wir hatten trotzdem viel Freude am Winter und waren abgehärtet.
Mit liebe Gruß
Helga
Die Zeit früher war härter und in unserer Erinnerung war vieles schöner, weil wir sie auch heute noch mit kindlichem Gemüt betrachten. ....und da war die Gemeinsamkeit, einem etwas gab, was es heute so nicht mehr gibt.
AntwortenLöschenlg gabi
schöne Geschichte von früher,. dennoch kann man sie mit der heutigen Zeit des Klimawandels nicht vergleichen, sowohl der Sommer als auch die Winter sind anders geworden darauf muss man sich einstellen.
AntwortenLöschenDie Älteren Mitbürger, die schon oft ab 60 zu zählen sind, sind weitaus gefährdeter als Kinder, die auch heute noch relativ unbefangen im Schnee herumtollen können, anders wird es wenn Eisglätte dazu kommt, dann wird es für jeden gefährlich und das Verhalten gilt sich anzupassen, Ob wir alle im Jetzt empfindlicher geworden sind, oder verzärtelter sind, mag sein im Einzelfalle vielleicht schon. Aber ein Oberschenkelhalsbruch den man mit 70/80 und mehr beim ausrutschen bekommen kann ist kein Zuckerschlecken weiß ich von meiner Großmutter der das passierte, von dem sie sich nie mehr richtig erholte.
Seit ich hier wohne(2013 - hatten 3 Nachbarn nacheinander im dicken Winter mit Schnee und Eis weil es abschüssig glatt bei mir ist - einen Rutschfallsturz auf dem Eis direkt vor meiner Haustür, das war mir eine Lehre um gerne zuhause zu bleiben wenn solche Schneeverhältnisse sind. Bei der Warnung wegen Schneeglätte, die seit gestern Mittag und heute durchgehend wiederholt in den Nachrichten sowie bei mir auf der Handyapp kam, hab ich vorsichtshalber meine Gäste ausgeladen und gebeten nicht zu kommen - egal wie alt sie sind, die Verantwortung dazu war mir einfach zu hoch auch wenn es einige nicht besonders ernst zu nehmen scheinen. Im Moment sind die Autobahnen auf den Abfahrten in Hessen teilweise komplett zu- das ist nur 10 km von hier...(dies nur am Rande.. als aktueller Lagebericht ganz allgemein ist wohl die Feststellung dieser Winter ist sowohl im Süden, im Norden oder Nordosten und Westen komplett anders und härter mit Schnee und Eischaos als die letzten drei Winter, das ist kaum zu verharmlosen.
Ich denke das sollten wir alle in unsere Überlegungen sich auf den Straßen- wie auch immer - zu bewegen , auch mit- berücksichtigen und mit einbeziehen...und etwas vorsichtigeres Verhalten kann keinesfalls schaden, sondern richtig sein..
liebe Grüße angel......
Liebes Angel, ich schrieb von meiner Kindheit und nicht wie ich es heute kann und sehe. Danke für Deuinen intensiven Kommentar, man kann darüber diskutieren. Ich wohne im Flachland und da gibt es eh weniger Schnee als bei Dir auf dem Vogelsberg. Wie ich mich erinnere bist Du in der Stadt aufgewachsen, da war es anders, als die Kindheit auf dem Lande in Moor und Heide. Der Klimawandel hat sich ja über Jahre gezeigt und wie man sieht und liest sehen es die Fachleute heute auch mehr denn je. Das kann keiner leugnen, nicht mal Trump. In meiner Kindheit gab es jedes Jahr einen guten Winter, heute liegt hier ca. alle 10 Jahre mal richtig Schnee. 2020 gab es Schnee aber der taute auch schnell wieder weg. 2010 und 2012 waren Winter mit viel Schnee und manchmal 10 grad unter null. Auch das dauerte nur ein paar Tage. Die Gletscher schmelzen ja auch. Und Frost gibt es mal ein paar Tage unter 10 Grad. Nee, im Alter sollten wir eh aufpassen und uns nicht überschätzen. Heute werden die Kinder mit dem Auto zur Schule gefahren, wir mussten früher laufen und es war selbstverständlich. Ich zeige nur auf wie es in meiner Kindheit war. Meine Kinder und Enkel Enkel sind in einer modernen fortschrittlichen Welt aufgewachsen. Ich hänge nicht an" Früher", finde aber den Vergleich sehr interessant.
LöschenPasse auf Dich auf und gehe nicht raus, Du solltest mehr an Dich denken, jetzt in Deinem neuen Lebensjahr. Liebe Grüsse, Klärchen
Liebes Klärchen, danke für deinen Beitrag, er schubst mich in meine eigene Kindheit zurück, lächel. Was waren wir für Winterkinder, nichts hat uns abgehalten davon, draußen zu sein. Denn wir wussten, drinnen war es dann, nach dem Toben, gemütlich warm. Mit roten Wangen lebten wir den ganzen Winter lang.
AntwortenLöschenHeute ist mehr Vorsicht angesagt. Wir sind älter, nicht mehr so beweglich, denn selbst als Kinder hat uns doch klein Glatteis gestört.
Gern wieder bei dir gewesen, gelesen, nachgedacht.
Herzlichst, Edith
Danke , liebe Edith, da haben wir ähnliches erlebt,es war eben selbstverständlich und gebrochen hat sich sicher auch jemand mal etwas, die älteren Menschen sind nicht aus dem Haus gegangen. Da gab es ja auch noch kaum Autos, eher Mopet und Fahrrad, kein Vergleich mit heute. Liebste Grüsse zu Dir, Klärchen
LöschenIch unterschreibe da voll bei Angel. Einem Kind liegt nie genug Schnee, stapfen, rodeln Schneeballschlachten, jede Pfütze eine fröhliche Eisbahn. Hinfallen, aufstehen, weitermachen. Nasse Klamotten? Egal.
AntwortenLöschenMit Mitte siebzig steht man nicht mehr so ohne weiteres auf und vermeidet schlittern auf glatten Ledersohlen. Man muss auf den maroden Rest der noch von einem übrig ist gut aufpassen ;-).
LG Christiane
Liebe Christiane, die Kinder heute kennen ja kaum einen Schlitten, es sei denn sie fahren in Urlaub. Natürlich ist jetzt der Schnee besonders für die Kinder eine Freude. Bei mir gab es das fast jeden Winter vor über 50 Jahren. Wir leben doch im Klimawandel, da gibt es das noch selten. Ich freue mich über die Schneelandschaft, weniger über das Fegen. Ansonsten passe ich auf mich auf, ich hoffe Du auch. Liebe Grüsse, Klärchen
LöschenAlles verändert sich, die Zeit bleibt nicht stehen, nichts bleibt wie es ist. Besonders viel Schnee gab es in meiner Kindheit in unserer Gegend nicht unbedingt, mal mehr und mal weniger, aber es gab ihn immerhin und mindestens einen Schlitten gab es in jeder Familie. Schön war die Zeit, nun freue ich mich auf helle Tage und sehne den Frühling herbei. Der Himmelsblick und die Eiszapfen geben ein tolles Bild ab.
AntwortenLöschenLG Heidi
You got some great shots but the icicles with the light blue sky contrast - wonderful! #GaleriaHimmelsblick
AntwortenLöschenLiebes Klärchen, bei Deinem Beitrag kommen mir auch viele Kindheitserinnerungen hoch. Die Eisblumen an den Fenstern weil es nur die Küche gab in der morgens der Ofen angemacht wurde. Viel mehr Schnee, ja - auch wir waren viel draußen und abgehärtet. Es war schön!! Wobei ich diesen Winter viel friere und sehnsüchtig aufs Frühjahr warte!
AntwortenLöschenLiebe Grüße zu Dir und ein schönes Wochenende, Liz
Liebe Liz,ja,heute passem wir andets auf uns auf,bleibe gesund.Alles Liebe,Klärchen
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