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Freitag, 20. April 2018

Zitat


ZiB am Samstag für Nova

 Wer einen Text liest
auch ein zweites Mal
kennt nicht unbedingt den Hintergrund
denn vieles kann sich ändern,
geschriebenes bleibt für immer.
K.S. 2018
 

Drei Dinge helfen
die Mühseligkeiten
des Lebens zu ertragen
die Hoffnung
der Schlaf
und das Lachen

Imanuell Kant

 SAmstag:  Zitat im BildNovaBlogpausBlogpausee ab Montag

                        Etwas zum lesen von mir und über mich, lasse ich hier

 Der Mai steht vor der Tür, der schönste Monat, in dem ich geboren bin, fast mittendrin.
In der Kindheit hatte ich immer schönes Wetter , auch die Eisheiligen ließen sich kaum sehen. Mit den Jahren hat sich alles verändert, das Klima ist launisch. Es gab  mehr Regentage an meinem Geburtstag, das Klärchen ließ sich jedes Jahr weniger blicken.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, und dieses Jahr glaube ich scheint die Sonne.
Ich bin ein Sonnenkind vom Namen her , aber kann die Sonne nur begrenzt vertragen. ich finde aber auch, das ist gut so, bin ein nordischer Typ liebe den Wind, die Wolken, das Meer , den Frühling und schönes Maiwetter.
Ich mache eine Pause und komme Anfang Mai wieder, jetzt ist es Zeit für den Garten und Termine die sich nicht aufschieben lassen. Gern dürft Ihr meine Erinnerung lesen die ich vor längerer Zeit schrieb.
So ist es und so war es.
Viel Spass beim Lesen natürlich nur wer mag!


                                    In diesem Haus bin ich geboren, das gibt es nicht mehr es wurde
                                               abgerissen und ein neues auf dem Grundstück gebaut

in diesem Haus bin ich aufgewachsen bis ich geheiratet habe
Mein Elternhaus wurde verkauft, wehmütig schaue ich immer auf dieses Bild.Es ist eine Luftaufnahme, und mein Vater steht noch am Haus und schaut auf das Flugzeug. Der Garten und die Landschaft drum herum sind zu sehen, wo wir Kinder unsere Freiheit genossen haben.


Das Haus meines Großvaters,
er hatte eine kleine Landwirtschaft mit Kühen, Schweinen , Schafen und Hühnern.

Das Haus steht noch, es ist heute ein Tierheim.
manchmal tut es weh, wenn ich daran denke, das meine Großeltern darin gelebt haben.
Ich sehe noch den Garten vor mir, mit den vielen Blumen und Osterglocken, gerade in der Frühlingszeit.
 
                                        Felder und Wiesen ,Bauernland, heute ein Industriegebiet

               Im Moor beim Torfgraben, die lustige bin ich mit Geschwistern und Cousine

durch den abgebauten Torf entstand ein Moorsee, der heute zur Entwässerung im Industriegebiet gehört
Es folgt ein Text in dem ich meine Kindheit mit der schönen Seite beschreibe,
es gab auch eine traurige Seite die ich nicht veröffentliche.
Den Text schrieb ich für meine Mutter die nicht mehr lebt
Heimatgedanken
In die Fremde bin ich gezogen

mit Mann und Kind

der Heimat bin ich gut gewogen

dort meine Erinnerung an Kinderjahre sind.

Mutter, du bist dort geblieben, wo ich geboren bin

wenn ich dich besuche, kommt mir vieles in den Sinn

Da, wo wir als Kinder gespielt in Moor und Heide,

auf des Bauern Weide, ist heute Industrie
 
Im Winter konnten wir Schlittschuhlaufen

in den Gräben,

im Sommer, die Wiesen waren überschwemmt

wie konnten wir dort toben

manchmal nass bis auf das Hemd
In der Dämmerung kamen wir erst heim

im Winter schenktest du uns Milch mit Honig ein

am Ofen wärmten wir unsere Füße

und zogen selbstgestrickte Socken an
 
Im Sommer spielten wir verstecken,

bauten uns Höhlen aus Torf und Heu

auf des Jägers Hochsitz

machten wir Rehe und Hasen scheu

auf der Suche nach dem Moorgeist

erfaßte uns die Furcht

Tapfer schlichen wir durch Birkenfelder

und Gestrüpp

und kamen spät nach Hause zurück.
In einem Haus, einsam im Moor,

da lebte Tante Antje mit Hühnern und Katzen,

manchmal kam sie uns wunderlich vor.

Auf unseren Streifzügen gingen wir sie

besuchen,

zu unserer Freude gab es Süßigkeiten und

Kuchen.
Die Zeit liegt weit zurück,

mein schönes Kinderglück

Rehe und Hasen gibt es dort keine mehr,

das Moor verödet, abgegraben, trist und leer.

Eine Straße durchzieht das Land,

...mir ist heute alles unbekannt!
Tante Antje lebt schon lange nicht mehr,

ihr Haus verfallen.

Dort ist Industrie

und große Hallen

versperren die Sicht,

auch Kinder verstecken sich nicht.

Mein Elternhaus steht noch

und ein Apfelbaum erinnert an früher,

an Kindheit, Heimat und Traum!"
Meine Grundschule
da steht noch der Name meines Großvaters am Eingang eingrafiert
1956 war er Bürgermeister im Ort

Am Kanal
Typische Ostfriesenhäuser auch Kapitänshäuser genannt 
Es gab im Ort viele Kapitäne auf großer und kleiner Fahrt
Natürlich auch die typischen Bauernhäuser mit großer und kleiner Landwirtschaft
die es heute auch noch gibt.
Viele Neubaugebiete sind entstanden und die Bauern haben ihr Land verkauft,wie überall.
Die kleinen Dörfer haben sich vergrößert, es gibt Supermärkte und Industriegebiete.
Die Städte Leer und Emden sind  7-20 km entfernt.
Haus am Kanal



Brücke über den Kanal
Schiff auf dem Kanal

Sonntag gibt es noch mehr mit der Tür in die neue Woche
aus Ostfriesland
ich wünsche Euch schöne Tage und weiter viel Sonne in diesem Frühling,
Eure Klärchen


Kommentare:

  1. Danke liebes Klärchen für Deine Einblicke in Deine Kindheit und Heimat.Ja auch ich erkenne meine alte Heimat heute kaum noch, die Wälder sind gerodet, von der Stadt aufgefressen.
    Alles ist Wandlung und so wünsche ich Dir eine gute Zeit.
    Deine Helga

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  2. Erst einmal vielen lieben Dank für das schöne ZiB mit diesen wundervollen Worten. Freue ich mich wieder sehr drüber. Dann natürlich auch noch ein Danke für die Kindheitserinnerungen so wie all die alten Fotos. Sowas mag ich auch immer gerne anschauen, und manchmal kommt dann doch ein wenig Wehmut auf, gell.

    Wünsche dir dann eine schöne Blogpause. Genieße alles was du dir vornimmst und komm gesund und munter wieder.

    Herzliche Grüsse

    N☼va

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  3. ein wenig Gänsehaut überzieht mich wenn ich auf all deine alten schönen Erinnerungsbilder blicke....
    vile haben sie nicht mehr - heben sie nicht auf weil sie Vergangenheit sind oder ungute Erinnerungen - gleich welcher Art - an ihnen hängen -
    hineinsehen tut man wahrscheinlich nicht oft,
    es gibt so viele Gründe dies nicht zu tun, weil uns unsere moderne schnelllebige Zeit auffrisst und beschäftigt, wichtiger geworden ist als alte Werte und Geschichten, Erinnerungen und Bilder.
    Irgendwann sagt man sich - auch anderen - es war einmal - und blickt leise melancholisch zurück.
    ich hab gerne hineingesehen in deine Erinnerungsbilder...
    der Mai - der Wonnemonat - nun zeigt er uns sein schönstes Blühgesicht, schon herrlich warm,. doch noch nicht zu heiss - ich mag ihn, wie dich...
    herzlichst Angelface...
    .

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  4. Liebes Klärchen,
    deine Gedichte und Texte sind mit ganz viel Seele und Herz geschrieben und das ist zu spüren,
    sehr schön hast du wieder Wort und Bild zum ZIB vereint.
    Vielen Dank dafür aber auch für dein Teil geben an deinem Leben mit Wort und Bild!

    Sei ganz lieb gegrüßt von mir
    und hab ein schönes sonniges Frühlingswochenende,
    herzlichst Monika*

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    1. Auch die Worte von Imanuell Kant gefallen mir sehr gut!!!
      Dankeschön!!!

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  5. So ähnliche Kindheitserinnerungen habe ich auch, allerdings etwas umgemünzt auf die Eifel. Jedenfalls verging kaum ein Tag an dem es nicht durch die Wiesen und Felder zum Wald ging. ich kann deine Erinnerungen prima nachvollziehen und teilen.
    Wünsche dir einen wundervollen Mai!!!

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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  6. Liebes Klärchen,
    die Worte von Kant sind so wahr, man sollte sie wirklich beherzigen!
    Viele Kindheitserinnerungen und Bilder zeigst Du und fühlt sich sofort in eine andere Zeit versetzt!
    Angenehmes Wochenende und lieben Gruß
    moni

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